Digitale Veränderungen im Finanzsektor: Aufbruch zu neuen Horizonten

Warum Finanzdienstleister sich auf eine Welt vorbereiten müssen, in der alle TeilnehmerInnen nach wettbewerbsfähigen digitalen Lösungen suchen

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Vor einigen Jahren schlug Marianne Lake, damals CFO von JPMorgan Chase, mit ihrer Aussage „Wir sind ein Technologieunternehmen“ hohe Wellen im Finanzdienstleistungssektor. Berichten zufolge beschäftigte das Unternehmen zu jener Zeit 40.000 TechnologInnen, um geistiges Eigentum für den Konzern zu produzieren. Darüber hinaus verfügte es über ein Technologiebudget von 9 Milliarden US-Dollar, mit 2 Milliarden Dollar allein für Sicherheit und Cybersicherheit. 

Doch warum sollte ein altehrwürdiges Finanzunternehmen wie JPMorgan Chase Milliarden in Technologie investieren? Damit das Unternehmen und seine MitarbeiterInnen die Anforderungen der digital immer versierteren VerbraucherInnen erfüllen können. 

Schließlich stehen Finanzunternehmen vor einer wachsenden Anzahl von Herausforderungen, die zunehmend digitale Lösungen erfordern. Einer Studie von PricewaterhouseCoopers zufolge gehören dazu:

  • Rückläufiger Filialverkehr bei gleichzeitig steigenden Erwartungen von VerbraucherInnen 
  • Zunehmende Konkurrenz durch nicht-traditionelle Mitbewerber wie Amazon und Google
  • Zunehmender regulatorischer Druck, der Gewinnspannen einengt

JPMorgan Chase hat erkannt, dass sein Wettbewerbsvorteil davon abhängt, innovative und wettbewerbsfähige Verbrauchertechnologie anbieten zu können. Um hierbei erfolgreich zu sein, musste das Unternehmen ebenso in die digitale Transformation seiner Bank- und Finanzdienstleistungen investieren, also seine MitarbeiterInnen mit der besten Technologie ausstatten, damit diese ihre beste Leistung erbringen können. 

Wenn Finanzunternehmen mit der Konkurrenz Schritt halten wollen – oder noch besser, sie übertreffen wollen –, müssen sie sich so schnell wie möglich an das digitale Zeitalter anpassen. So können Finanzdienstleister mit der digitalen Transformation Schritt halten.

Was sind die Vorteile der digitalen Transformation im Bank- und Finanzdienstleistungswesen?

Um die Anforderungen der VerbraucherInnen erfüllen und mit dem heutigen Innovationstempo Schritt halten zu können, wollen führende Finanzdienstleister die digitale Transformation und ihre Unternehmen wettbewerbsfähig halten. Dabei gehen sie unterschiedlich schnell vor. Einer Umfrage von Deloitte zufolge glauben 37 % der Beschäftigen bei Finanzdienstleistern, dass ihr Unternehmen bei seiner digitalen Transformation bisher bedächtig und vorsichtig vorgegangen ist. 38 % finden, dass ihr Unternehmen bei der Digitalisierung bereits weiter vorangeschritten ist und 25 % gehen davon aus, dass sie ihren Mitbewerbern voraus sind.

Die digitale Transformation beginnt häufig mit der Einrichtung digitaler Arbeitsplätze, bei denen Zusammenarbeit und Teamwork nicht so sehr vom physischen Standort, sondern von der zugrunde liegenden Technologie beeinflusst werden. Durch die Investition in digitale Arbeitsplätze, die MitarbeiterInnen und ExpertInnen über Zuständigkeitsbereiche und geographische Standorte hinweg miteinander verbinden, können Unternehmen Folgendes bieten:

  • Bessere Koordination von Teams, dadurch schnellerer und genauerer Kunden-Support
  • Die Fähigkeit für Teams, administrative Aufgaben zu automatisieren, Workflows anzupassen und somit in der Lage zu sein, komplexere und anspruchsvolle Aufgaben anzugehen
  • Schnellere Eskalation und Lösung kritisches Vorfälle
  • Mehr organisatorische Transparenz

Wie ein digitales Unternehmen heute aussieht

Digitale Transformation sieht in jedem Unternehmen anders aus, aber digitale Unternehmen haben folgende grundlegende Merkmale gemeinsam:

Gemeinschaftlich: Alle Mitglieder des Unternehmens sind auf sinnvolle Weise an der Umsetzung eines gemeinsamen Ziels beteiligt. Das bedeutet Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen des Unternehmens und in verschiedenen Teams, um so Vertrauen aufzubauen, Transparenz zu fördern und MitarbeiterInnen einzubinden.

Kulturell: Dies erfordert eine Verlagerung von herkömmlichen Unternehmensstrukturen und -hierarchien hin zur Unterstützung von MitarbeiterInnen beim Treffen von Entscheidungen und Beitragen von Ideen.

Cloud-basiert: Cloud-basierte Dienste sind kosteneffizient und flexibel, sodass Unternehmen die Anbieter auswählen können, die ihre Anforderungen erfüllen und ihre IT- und Infrastrukturkosten optimieren.

Mobil: KundInnen erwarten von Unternehmen Komfort und Kundenfreundlichkeit. Dies bedeutet, dass sie über eine Strategie für Mobilgeräte verfügen müssen, auf denen mehr als die Hälfte des Web-Datenverkehrs generiert wird.

Innovativ: Digitale Unternehmen sind experimentierfreudig und lernen dann aus den Ergebnissen, um größere Änderungen im Unternehmen umzusetzen.

Fortlaufend: Dies ist kein Projekt mit einem klar definierten Anfang und Ende. Technologie entwickelt sich stetig weiter, sodass aktuelle Prozesse angepasst werden müssen. Das bedeutet, dass auch du kontinuierlich lernen und dich weiterentwickeln musst.

Datengesteuert: Dazu gehört nicht nur das Erfassen und Analysieren von Daten über deine KundInnen, sondern auch die Messung der Vorgänge in deinem Unternehmen.

Kundenorientiert: Letztlich konzentrieren sich diese Verlagerungen alle auf einen besseren Service und eine bessere Erfahrung für deine KundInnen.

So legst du den Grundstein für eine unternehmensweite digitale Transformation

Der digitale Transformationsprozess ist für jedes Unternehmen einzigartig, doch es gibt einige bewährte Praktiken für den Anfang. Durch die Konzentration auf die Bedürfnisse, Prozesse und Tools der MitarbeiterInnen können Führungskräfte an Dynamik gewinnen und Begeisterung für ihre Strategie zur digitalen Transformation wecken.  

1. Das gemeinsame Ziel vor Augen halten

Veränderungen sind stressig, insbesondere Projekte wie die digitale Transformation im Bank- und Finanzdienstleistungswesen. Laut der Boston Consulting Group liegt der Schlüssel für eine Unternehmensleitung, die die digitale Transformation vorantreibt, darin, sich voll und ganz der grundlegenden Umgestaltung des Unternehmens zu verschreiben: „Die digitale Transformation muss eine klar benannte strategische Priorität haben und durch angemessene finanzielle Ausstattung und Talentbeschaffung sowie Offenheit für neue, agile Arbeitsweisen und Risikobereitschaft gestützt werden.“ 

Vergiss nicht zu betonen, warum der digitale Transformationsprozess nötig ist, und hebe regelmäßig die Vorteile sowohl für MitarbeiterInnen als auch für KundInnen hervor. Dies gibt ein Gefühl von Sinn und hilft MitarbeiterInnen dabei, motiviert zu bleiben

Denke ebenfalls daran, dich zurückzunehmen, wenn du dein Ziel formulierst und nimm dir Zeit, deinen MitarbeiterInnen zuzuhören, wenn sie Bedenken äußern oder während des Prozesses auf Probleme hinweisen. Sei stets bereit, neue Wege zu beschreiten, wenn sie Probleme damit haben, sich an diese neue Arbeitsweise anzupassen.

2. Kontinuierlichen Support und Schulungsprogramme bieten

Zwar ist es wichtig, dass die Unternehmensleitung MitarbeiterInnen dabei hilft, während einer unternehmensweiten Transformation mit neuen Prozessen, Tools und Infrastrukturen zurechtzukommen, doch es ist schwierig, allen gleichzeitig Hilfestellung zu leisten. Schaffe ein internes Botschafternetzwerk, um die Dynamik des Transformationsprozesses aufrechtzuerhalten und für kontinuierlichen Support zu sorgen. 

BotschafterInnen sind UnterstützerInnen des Prozesses und ExpertInnen für die digitalen Transformation in Regionen, Geschäftseinheiten und Abteilungen, die digitale Veränderungen herbeiführen und bewährte Methoden kennen. Sie können durch Führungskräfte ernannt werden, die ihre fachliche Kompetenz und positive Persönlichkeit erkannt haben. Noch häufiger kristallisieren sich BotschafterInnen allerdings von selbst heraus, indem sie während des digitalen Transformationsprozesses auf sich aufmerksam machen und freiwillig Ihren KollegInnen helfen. 

Lege Wert darauf, auch unternehmensweite Kompetenzschulungen für neue Tools und Prozesse anzubieten, die während des digitalen Transformationsprozesses eingeführt werden. Investiere in Gelegenheiten zur Schulung und Entwicklung von MitarbeiterInnen, die ihnen dabei helfen werden, sich an die Veränderungen anzupassen und am neuen digitalen Arbeitsplatz erfolgreich zu sein. Indem du das Wachstum deiner MitarbeiterInnen förderst, unterstützt du die digitale Transformation und sorgst dafür, dass sie motiviert bleiben.

3. Investition in digitale Tools, die die Zusammenarbeit fördern

Die Einrichtung eines kollaborativen digitalen Arbeitsplatzes schafft eine starke Grundlage für die digitale Transformation eines Unternehmens im Bank- und Finanzdienstleistungswesen. Schließlich verändert Technologie laut einem PwC-Bericht die Personalstruktur im Finanzdienstleistungswesen grundlegend und viele Unternehmen stellen fest, dass sie ganze Prozesse durch vollständig digitale Kerne und Tools ersetzen können.

Daher ist es wichtig, in technologische Tools zu investieren, die den Wissensaustausch, die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Wissensmanagement fördern. Dazu gehören:

Indem Informationen durchsuchbar, verwaltbar und jederzeit verfügbar gemacht werden, müssen MitarbeiterInnen nicht in Silos arbeiten und können sich stattdessen darauf konzentrieren, erstklassige Finanzdienstleistungen und wettbewerbsfähige Kundenerfahrungen zu bieten. 

Sobald du einen digitalen Arbeitsplatz eingerichtet hast, solltest du sicherstellen, dass die Datenbanken, Tools und Anwendungen deines Unternehmens vollständig miteinander kompatibel sind. Auf diese Weise kann dein Unternehmen Datenanalysen und Betriebsabläufe optimieren und gleichzeitig neue Cloud-basierte Dienste schneller entwickeln. PwC empfiehlt folgende Prioritäten:

  • IT-Betriebsmodell aktualisieren 
  • Veraltete Systeme vereinfachen
  • Software über die Cloud hinausbringen
  • Roboter/Künstliche Intelligenz implementieren

Veränderungen annehmen und Vorreiter sein

Eine unternehmensweite digitale Transformation im Bank- und Finanzdienstleistungswesen geht nicht ohne Hindernisse vonstatten, und es gibt keine Abkürzungen. Doch letztlich wird sie dein Unternehmen innovativer machen, die Motivation der MitarbeiterInnen fördern und dabei helfen, das Angebot für deine KundInnen zu erweitern. 


Durch die Investition in eine digitale Transformation investiert du in die Fähigkeiten deines Unternehmens und deiner MitarbeiterInnen und sorgst dafür, dass sie in der Finanzwelt von heute agil, wettbewerbsfähig und vor allem anpassungsfähig sind.

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